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I. Basisseminare
Lebens- und Trauerumwandlung LTUM® Typ B
ist speziell für Eltern, die ein Kind (oder mehrere Kinder) verloren haben, sei es durch Frühgeburt,
Totgeburt, Schwangerschaftsabbruch oder irgendwann in der Lebenszeit danach durch Krankheit, Unfall oder Suizid.
NEUE TERMINE AUF ANFRAGE!!
Trauer beim Tod eines Kindes
Beim Tod eines Kindes scheint die Welt plötzlich auseinander zu brechen. Nichts ist mehr, wie es früher einmal war.
Dabei spielt es keine Rolle, wie alt das Kind war. Von Natur aus ist es ein Unding, dass ein Kind vor seinen Eltern stirbt.
Die Aufgabe, mit dem Tod eines eigenen Kindes fertig zu werden, scheint in unserer Kultur und speziell in der aktuellen gesellschaftlichen Situation fast unüberwindbar, da es kaum konkrete Hilfen für Eltern in einer derartigen Situation gibt.
Die Trauer um den Tod des Kindes trifft uns Mütter und Väter in unserem ganzen Sein und erschüttert bis ins Innerste. Wir verlieren den Boden unter den Füßen. Die Pläne, Wünsche, Erwartungen und Zukunftsperspektiven sind weg.
Solidarität unter Gleichbetroffenen hilft anfangs ganz gut!
Aufgrund eigener Betroffenheit kennen wir die Situation trauernder Mütter / Väter und die daraus resultierende Orientierungslosigkeit und Verlassenheit. Selbsthilfegruppen wie Verwaiste Eltern oder Regenbogen bieten für die erste Zeit ein Auffangnetz. Miteinander sprechen ist zwar wichtig, aber genügt nicht.
Eltern brauchen nicht nur Trost, sondern konkrete Formen der Auseinandersetzung mit der Unumkehrbarkeit des Verlustes. Damit sie lernen, gut damit zu leben. Die durch den Tod des Kindes erlittene innerliche Verletzung, die auch als Kränkung erlebt und zu oft von Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen begleitet wird, lässt sich nicht von heute auf morgen erledigen.
Die Zeit heilt die Wunde nicht!!!
Sie braucht Zeit, doch Zeit allein heilt die Wunde nicht!
Sie braucht einen aktiven, kreativen, den ganzen Menschen berücksichtigenden Umgang. Sie braucht einen lebensfördernden und liebevoll begleiteten Trauerdurchgang, damit diese Wunde des Verlustes von innen her ganz «ausheilen» kann. Die Narbe im Herzen bleibt, um die Erinnerung an das Kind zu erhalten. Oft bricht bei solchen Verlusten zusätzlich alte, vergessene Trauer aus der eigenen Kindheit auf. Diese alte Trauer mischt
sich mit der aktuellen Trauer um das tote Kind.
Die Trauergefühle müssen geordnet werden. Wird dies unterlassen, so bedeutet dies ein lebenslanges Leiden für die Eltern.
Dies beeinträchtigt und gefährdet massiv die weitere Entwicklung der lebenden Geschwister, ja sogar jener Kinder, die noch kommen sollen. Genau so auch die Beziehung der Eltern und deren eigene Entwicklung. (Untersuchungen zeigen, dass über die Hälfte der Eltern in Beziehungskrisen und Trennung geraten.)
Seminarziele
Das Seminar soll und kann die Trauer nicht wegnehmen, sondern bietet die Möglichkeit, die Trauer umzuwandeln und ihr dadurch einen lebendigen und berechtigten Ausdruck zu ermöglichen. Tiefe Liebe zieht bei einem Abschied auch stets tiefe Trauer nach sich und diese Trauer muss ihren Ausdruck finden.
Nur so bleibt das verlorene Kind als klare, lebendige und nachhaltige Erinnerung der gemeinsam erlebten Zeit im Herzen. Erst dann kann das tote Kind seine berechtigte Ruhe finden. Nun können die Eltern «den Wunsch des Kindes» erfüllen, dass sie ihren zukünftigen Weg auch ohne ihr Kind gestalten können. Das Kind wird
symbolisch von der übergrossen Bürde entbunden, verantwortlich für ein gelungenes Leben der Eltern zu sein.
Seminarinhalt
Betroffene Eltern sollen diese gefährliche Phase ihres Lebens so durchgehen können, dass ihre
Lebendigkeit und Gesundheit und ihre ganze Persönlichkeit erhalten bleiben und sie nicht noch
zusätzlichen Schaden durch ungesundes oder unterlassenes Trauern davon tragen.
Das Seminar unterstützt Eltern auf diesem schwierigen Weg durch eine einfühlende, menschliche,
klar strukturierte und Orientierung gebende Begleitung. Sie können die lebendige Erinnerung an ihr Kind zurückgewinnen. Sie erhalten damit die Möglichkeit, ihr Leben selbstständig neu zu gestalten,
indem die Erinnerung an die gelebte Zeit mit dem Kind (auch wenn es «nur» die Zeit im Bauch
als Embryo war) als etwas Ganzes bleibt. Eltern lernen ? vielleicht erstmals - für sich zu sorgen und
liebevoll mit sich selbst umzugehen und der eigenen Trauer zu begegnen.
Dieses Seminar kann betroffenen Ehepaaren bzw. Müttern / Vätern Wege aus der empfundenen
Aussichtslosigkeit aufzeigen.
Arbeitsform und Methoden
Das Modell beruht auf anthropologischem Hintergrund und auf neuesten Erkenntnissen der
Entwicklungspsychologie und Persönlichkeitstheorie sowie auf Modellen ritueller und symbolischer
Traditionen. Körperübungen, Meditationen, kreative Gestaltungen, Rituale als klar strukturierte,
sichere Abläufe, symbolische Handlungen bringen die natürliche Trauer zum Fliessen. Rollenspiele,
Erzählungen, Mythen, Musik und Bewegung aktivieren die Sinne und rütteln die Lebensenergie wach.
Die Trauer wird von der unterstützenden Solidargemeinschaft der Teilnehmenden gesehen, gehört, bestätigt, verstanden, akzeptiert und getragen.
Trauerqualitäten wie Wut, Verzweiflung, Anklage, Schuldgefühle, Liebesgefühle und Unausgesprochenes finden endlich Ausdruck und Form. Trotz der Begegnung mit schmerzhaften Traueranteilen bleiben wir - heil (=ganz) und lebensfähig-, damit auch nach dem Abschied der weitere Lebensweg einfühlsam gestaltet werden kann.
Trauerumwandlung bietet Versöhnung mit dem «Losgelassenen », mit der Welt und mit sich selbst. Trauern und Abschied nehmen bedeutet, die Lebenszeit mit dem Kind zu ehren und zu würdigen.
Zielgruppe des Seminars LTUM® Typ B
Wir sprechen alle Eltern, Ehepaare bzw. Mütter / Väter an, deren Kind, egal welchen Alters, gestorben ist (Abort, Frühtod, Unfall, Suizid, Krankheit usw.).
Dieser Weg der Begleitung ist nur geeignet für Paare, Mütter / Väter, die sich aktiv der Entwicklung ihrer natürlichen Trauerfähigkeit zuwenden wollen und bereit sind, sich in diesen Prozess kreativ einzubringen.
Leitung / Anmeldebedingungen
für Interessenten des LTUM B
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